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Desk Sharing mit Konzept: Wie Sie Arbeitsplatzmodelle erfolgreich umsetzen

AutorJerome Stahl 

Unsere Stärke: Know How im Büro- und Gastronomiebereich als Schnittstelle zum Workcafe´.

Desk Sharing

Autor: Jerome Stahl

Unsere Stärke: Know How im Büro- und Gastronomiebereich als Schnittstelle zum Workcafe´.


(Lesezeit: 6 min)

Wie Sie Arbeitsplatzmodelle und flexibles Arbeiten erfolgreich umsetzen

Desk Sharing ist schon lange kein modischer Begriff mehr. Stattdessen ist das Shared Desk Konzept zum festen Bestandteil moderner Büroorganisation geworden. Dabei handelt es sich um eine Gestaltung der Büroräume, bei der sich Mitarbeiter die vorhandenen Arbeitsplätze im Büro teilen, statt ihren angestammten Platz zu beanspruchen. 

Richtig ausgeführt macht der Shared Desk-Arbeitsplatz flexibles Arbeiten zum Erfolgsfaktor für Unternehmen. Allerdings sollte sich das Büromanagement vor der Einführung ausführlich über Vorteile und mögliche Herausforderungen informieren und das Vorhaben fachgerecht planen. Nur dann führt das Shared Desk-Konzept erfolgreich zum “Büro der Zukunft”.

Grundlagen und Nutzen: Was ist Desk Sharing? 

Desk Sharing bedeutet, dass Angestellte keinen festen Arbeitsplatz mehr haben. Stattdessen nutzen sie je nach Bedarf freie Schreibtische – sie teilen sich die Arbeitsplätze im Büro. Die Umsetzung des Modells kann sowohl im Rahmen hybrider Arbeitsmodelle stattfinden oder eine Lösung im klassischen Büro oder Homeoffice sein. 

Ein Desk Sharing-Arbeitsplatz ist dabei flexibel nutzbar und bietet die Möglichkeit, die Büroflächen optimal an den tatsächlichen Bedarf anzupassen. Unternehmen setzen das Shared Desk-Konzept deshalb häufig als Teil einer umfassenden Strategie für flexibles Arbeiten ein.

Ziel ist es unter anderem, Teamwork zu fördern und die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern. Durch Desk Sharing können Unternehmen außerdem Kosten reduzieren. Dank flexibler Arbeitsplätze, die mit moderner Technik ausgestattet sind, wird der Büroraum so optimal an wechselnde Anforderungen angepasst. Damit fördert dieses Modell Workplace Sharing und macht flexibles Arbeiten im Büroalltag möglich.

Flexible Arbeitsplätze im Büro: Hoteling, Desk Booking und Activity-Based Working

Hoteling und Desk Booking sind spezielle Formen von Desk Sharing. Besonders nützlich sind sie für Außendienstler oder Kollegen von anderen Unternehmensstandorten, die nur für einen kurzen Zeitraum auf der gleichen Bürofläche arbeiten. Dadurch haben sie keinen festen Arbeitsplatz und können sich flexibel einen Shared Desk-Arbeitsplatz im Büro reservieren. 

Beim Activity-Based Working (ABW) wählen Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze im Büro je nach aktueller Aufgabe: Vom ruhigen Einzelarbeitsplatz bis zum gut ausgestatteten Konferenzraum eignet sich das Desk Sharing-Konzept, um die Umgebung sowie die Bedürfnisse der Angestellten aneinander anzupassen.

Eine Variante ist beispielsweise das zonenbasierte Desk Sharing. Hier ist das Büro in verschiedene Bereiche aufgeteilt, die ganz unterschiedliche Anforderungen erfüllen. Dazu gehören konzentriertes Arbeiten, kreative Meetings oder teamorientierte Projektarbeit. Auf diese Weise findet jedes Teammitglied die passende Umgebung für seine Tätigkeit. 

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So nicht: Abgrenzung von Shared Desk-Konzept zu anderen Modellen der Büroorganisation

Desk Sharing kann unterschiedlich umgesetzt werden. Allerdings gibt es ähnliche Arbeitsmodelle, die auf den ersten Blick die gleichen Anforderungen erfüllen. Dennoch richten sie sich nach ganz anderen Prinzipien. 

Hot Desking beispielsweise bezeichnet die freie Wahl eines Arbeitsplatzes im gesamten Gebäude. Desk Sharing bezieht sich währenddessen auf einen bestimmten Bereich oder Abteilung im Büro. 

Auch das sogenannte Shared Büro, auch Shared Office genannt, klingt ähnlich, meint aber etwas anderes: Unter dem Begriff versteht man eine Bürogemeinschaft oder auch einen Coworking-Space. Dabei teilen sich Freiberufler oder kleinere Bürogemeinschaften aus Kostengründen dieselbe Fläche. Sie arbeiten allerdings nicht zwangsläufig für denselben Arbeitgeber. 

Room Sharing im Büro ist eine weitere Möglichkeit, Office Space zu teilen. Bei diesem Modell nutzen die Angestellten aber nicht zwangsläufig ausgewiesene Wechselarbeitsplätze, weshalb sich das Modell dadurch vom Shared Desk-Konzept abgrenzt. 

Oft arbeiten Firmen und Freiberufler in fest definierten Bereichen der gemeinsamen Bürofläche, was auch Workplace Sharing genannt werden kann. Dabei findet in der Regel das Desk Sharing Konzept als Arbeitsplatzmodell nicht statt.

Flexibles Arbeiten 4.0: Vorteile und Nachteile des Desk Sharing

Dass Mitarbeiter flexibel zusammenarbeiten und das Unternehmen dabei Kosten spart, sind nur zwei der Vorteile des Desk Sharing-Konzept. Gleichzeitig gibt es aber auch einige Herausforderungen, die es zu beachten gilt.

Desk Sharing: Alle Vorteile auf einen Blick

  • Kollaboration: Durch Desk Sharing-Arbeitsplätze entstehen Kontakte zwischen Kollegen aus verschiedenen Fachbereichen. Das fördert den Austausch von kreativen Ideen und ermöglicht neue Sichtweisen.
  • Hybride Arbeitsmodelle: Desk Sharing unterstützt moderne Arbeitsformen wie Home Office und Teilzeitarbeit.
  • Ersparnis von Kosten und Platz: Beim Shared Desk-Konzept werden grundsätzlich weniger Schreibtische gebraucht. Durch eine geringere Anzahl von flexiblen Arbeitsplätzen im Büro lassen sich so Ressourcen einsparen.
  • Mehr Produktivität: Durch die Verwendung von flexiblen Arbeitsplätzen organisieren sich Mitarbeiter selbstbestimmt und effizient. Sie richten sich bei der Auswahl des Arbeitsplatzes nach ihren aktuellen Bedürfnissen. Das steigert die Mitarbeiterzufriedenheit.
  • Gleichberechtigung: Beim Shared Desk-Konzept steht allen Angestellten die gleiche Ausstattung zur Verfügung. Flache Hierarchien entstehen durch Arbeit auf Augenhöhe. Das trägt zu einem angenehmen Arbeitsklima und einer erhöhten Mitarbeiterzufriedenheit bei.

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Diese Herausforderungen gilt es beim Desk Sharing-Konzept zu beachten:

  • Weniger Individualität: Die Mitarbeiter können ihren Arbeitsplatz nicht persönlich gestalten. So kann das Desk Sharing-Konzept das Zugehörigkeitsgefühl und die allgemeine Zufriedenheit mindern.
  • Arbeitsplatzanforderungen: Menschen, die großen Wert auf Privatsphäre legen, könnten sich durch ständiges Wechseln gestresst fühlen. Sind flexible Arbeitsplätze nicht optimal ausgestattet, kann das Modell den Work Flow behindern.  
  • Konflikte: Sie entstehen leicht, wenn mehrere Personen Anspruch auf den gleichen Desk Sharing-Arbeitsplatz erheben. Es besteht die Gefahr, dass sich die Mitarbeiter um die vorhandenen flexiblen Arbeitsplätze streiten und durch ihr Handeln die Vorteile des Konzepts sabotieren.
  • Stress: Wer am Vorabend nicht weiß, wo er am nächsten Morgen sitzen wird, kann sich schnell gestresst fühlen. Das kann zu Konzentrationsproblemen und Unwohlsein führen.
  • Verlust von Teamgefühl: Während Desk Sharing neue Kontakte fördert, kann auch Vertrautheit und “Nachbarschaft” zwischen Kollegen verloren gehen.
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Do’s & Don’ts aus der Praxis: So wird flexibles Arbeiten zum Erfolg

Damit Desk Sharing nicht zum Stolperstein wird, braucht es ein solides Konzept und professionelle Büroplanung. Bei der Umsetzung ist es wichtig, klare Regeln zu beachten und Experten für flexibles Arbeiten hinzuzuziehen.

Do's:

  • Transparente Kommunikation: Beziehen Sie alle Mitarbeiter rechtzeitig in die Planung ein und erklären Sie das „Warum” hinter dem Wandel.
  • Bedarfsanalyse: Analysieren Sie, wie viele flexible Arbeitsplätze tatsächlich benötigt werden. Bei diesem Schritt ist es sinnvoll, Experten in die Büroraumplanung einzubeziehen.
  • Technische Ausstattung: Sorgen Sie dafür, dass die IT an jedem Arbeitsplatz verlässlich funktioniert und reibungslose Zugänge zu digitalen Arbeitsmitteln gewährleistet sind.
  • Ergonomische Flexibilität: Investieren Sie in höhenverstellbare Tische und variable Sitzmöglichkeiten, die an allen Desk Sharing-Arbeitsplätzen gleich sind.

Don'ts:

  • Nicht jede Abteilung eignet sich gleichermaßen: Prüfen Sie, welche Teams Desk Sharing nutzen können und ob bestimmte Gruppen feste Arbeitsplätze benötigen.
  • Vermeiden Sie mangelnde Struktur im Buchungssystem und unklare Zuständigkeiten. Klare Regeln sind wichtig, um Chaos zu vermeiden. 

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Praktische Umsetzung des Desk Sharing-Konzept: Clean Desk Policy & smarte Tools

Eine „Clean Desk Policy” hilft, Desk Sharing erfolgreich umzusetzen. Sie verpflichtet Mitarbeiter, Arbeitsplätze sauber und aufgeräumt zu hinterlassen. Außerdem ist es wichtig, dass es klare Verhaltensrichtlinien während Meetings und Pausen gibt. 

So kann zum Beispiel angeordnet werden, dass Shared Desk-Arbeitsplätze während Meetings oder in der Mittagspause zu räumen sind. (Allerdings müssen Unternehmen ihren Angestellten dafür alternative Aufenthaltsbereiche schaffen.)

Smarte Softwarelösungen ermöglichen Buchungen in Echtzeit, schaffen Transparenz und verhindern Unordnung. Die Verantwortlichen sollten einen vorab festgelegten Zeitpunkt wählen, bis wann Buchungen vorgenommen werden müssen. So können alle Mitarbeiter ihren Arbeitstag stressfrei planen.

Moderne Tools für Workplace Sharing bieten zudem Schnittstellen zu Kalendern und mobilen Apps, sodass Mitarbeiter ihren Shared Desk-Arbeitsplatz noch einfacher reservieren können.

Tipp aus der Praxis: Digitale Desk Sharing-Tools zeigen auf einen Blick freie Arbeitsplätze an. So helfen sie, Stoßzeiten zu vermeiden. Das ist vor allem für flexible Teams ein Plus.

Fazit: Durch effektive Büroplanung fördert Desk Sharing Mitarbeiterzufriedenheit und flexibles Arbeiten

Desk Sharing ist mehr als ein modernes Arbeitskonzept. Es unterstützt die Büroorganisation und wird zur Sparmaßnahme. Eine fachgerechte Planung, offene Kommunikation und der Einsatz smarter Tools ebnen den Weg zum Büro der Zukunft.

Für erfolgreiches Desk Sharing ist gute Planung, Vertrauen und eigenverantwortliches Arbeiten unerlässlich. Unternehmen, die Transparenz schaffen, die individuellen Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter berücksichtigen und für reibungslose Abläufe sorgen, steigern die Mitarbeiterzufriedenheit deutlich. Regelmäßige Feedbackrunden helfen, das Modell weiter zu optimieren.

Unternehmen, die das Desk Sharing-Konzept konsequent verfolgen, schaffen flexible Arbeitsplätze im Büro, fördern Workplace Sharing und ermöglichen flexibles Arbeiten für alle Mitarbeiter. Damit wird aus einem Shared Desk Arbeitsplatz mehr als nur ein Schreibtisch. Er wird zur Grundlage für Arbeiten 4.0.

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