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Future Office: Wie das Großraumbüro zum agilen Arbeitsraum wird

AutorStefan Breitinger 

Stefan Breitinger ist Vorstand der Breitinger AG und richtet bereits seit mehr als 30 Jahre Büros ein. Im Rhein-Main-Gebiet ist die Breitinger AG der kompetente Ansprechpartner wenn es um durchdachte und nachhaltige Büro-Konzepte geht.

Future Office Titelbild

Autor: Stefan Breitinger

Stefan Breitinger ist Vorstand der Breitinger AG und richtet bereits seit mehr als 30 Jahre Büros ein. Im Rhein-Main-Gebiet ist die Breitinger AG der kompetente Ansprechpartner wenn es um durchdachte und nachhaltige Büro-Konzepte geht.


(Lesezeit: 7 min)

Wie das Großraumbüro in 5 Schritten zum agilen Arbeitsraum wird

Wussten Sie, dass der Lärmpegel im klassischen Großraumbüro die kognitive Leistung signifikant senken kann? 

Das traditionelle Großraumbüro ist heutzutage eines der größten Hindernisse für Produktivität und Wohlbefinden in der Ära der New Work. Wir müssen akzeptieren: Das Konzept der offenen Fläche ist nicht gescheitert – gescheitert ist die starre Umsetzung. 

In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie diese verlorene Produktivität zurückgewinnen. Entdecken Sie den agilen Arbeitsraum: Eine datengesteuerte Evolution, die das Büro vom Stressfaktor zum strategischen Asset macht.

Grundlagen und Wandel: Warum das Großraumbüro neu gedacht werden muss

Was ist ein Großraumbüro und wann ist es entstanden?

Ein Großraumbüro definiert sich als eine Bürofläche ab 400 Quadratmetern, in der Regel mehr als 20 Mitarbeiter ohne trennende Wände arbeiten.

Das erste Großraumbüro der Welt schuf der Architekt Frank Lloyd Wright 1906 für das Larkin Verwaltungsgebäude in New York. Es sollte Gemeinschaft und Transparenz widerspiegeln. Der ursprüngliche Gedanke – mehr Austausch – wird oft als einziger Vorteil genannt. In der Praxis überwiegen allerdings oft die Nachteile. 

Gruppenbüro

Deshalb braucht das Großraumbüro eine neue Gestaltung

Die Ursprünge des Großraumbüros lagen zunächst in der Flächenoptimierung. Auf dieser Grundlage wurden jedoch zentrale menschliche Bedürfnisse außer Acht gelassen, was zu massiven Problemen führte, mit denen sich über die Jahre verschiedene Studien beschäftigten: 

  • Akustischer Stress und Ablenkung: Die größte Schwäche ist die Lärmbelastung. Ständige Geräuschkulissen und Gespräche führen zu Konzentrationsverlust, was die kognitive Leistung signifikant reduziert.

    Praxis-Tipp:

    Messen Sie den Lärmpegel während typischer Arbeitsphasen, um den ROI von Akustikmaßnahmen zu belegen. 

  • Fehlende Rückzugsorte und Autonomie: Mitarbeiter empfinden die fehlenden Rückzugsmöglichkeiten und die ständige Sichtbarkeit oft als Kontrollverlust, was Stress und ein geringeres Wohlbefinden zur Folge hat.

    Praxis-Tipp:

    Installieren Sie in Testbereichen schnell aufstellbare, schallisolierte Telefonkabinen (Phone Booths), um den Bedarf an diskreten Zonen zu decken.

  • Ungeeignet für agiles Arbeiten: Starre, gleichförmige Arbeitsplätze können weder agile Teams noch die Anforderungen des hybriden Arbeitens unterstützen.

    Praxis-Tipp:

    Führen Sie ein "Movable Furniture Audit" durch und ersetzen Sie starre Möbel durch rollbare, leichte Alternativen. Ein Scrum-Team kann so den Setup-Verlust bei Daily Stand-ups von 15 Minuten auf unter 2 Minuten reduzieren.

Das alte Modell des Großraumbüros ist schlichtweg nicht für die vielfältigen Aufgaben und die dynamischen Prozesse des New Work konzipiert. Die Lösung: Eine radikale Neudefinition der Bürogestaltung.

Machen Sie Ihr Großraumbüro mit uns bereit für die Arbeitswelt von morgen.

Die Kern-DNA des Future Office: Agilität, Flexibilität & Wohlbefinden

Das Ziel moderner Bürogestaltung ist es, das Büro vom Zwangsrahmen zum leistungsfähigen Werkzeug zu entwickeln. Das Future Office baut auf drei Kernprinzipien auf:

  • Agiles Arbeiten: Der Raum fördert die Prozessdynamik. Agile Teams benötigen flexible Settings für tägliche Stand-ups, Sprints oder spontanes Brainstorming.

    Tipp

    Richten Sie "Quick-Change-Zones" ein, die mindestens dreimal täglich ihren Zweck ändern können (z.B. morgens Stand-up, nachmittags Brainstorming).

  • Activity Based Working: Der Raum passt sich der Arbeitsplatzgestaltung an, nicht umgekehrt. Er ist modular und leicht umrüstbar, um den wechselnden Anforderungen der Teams gerecht zu werden.

  • Psychologische Wirkung: Der Raum ist menschenzentriert konzipiert, um Konzentration, Wohlbefinden und das Gefühl der Zugehörigkeit gezielt zu steigern. 

    Tipp

    Beziehen Sie Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen aktiv in die Planungsphase ein ("Co-Creation"), um die Akzeptanz zu steigern.

leere Arbeitsplätze

Das Herzstück: Activity Based Working mit dem Zonenkonzept

Activity Based Working: Das Büro als Werkzeugkasten

Activity Based Working ist ein modernes Bürokonzept, das davon ausgeht, dass kein Mitarbeiter den ganzen Tag am selben Schreibtisch verbringt. Stattdessen stehen verschiedene Zonen zur Verfügung, die optimal für spezifische Tätigkeiten (Aktivitäten) geeignet sind. 

Das Ziel ist es, Produktivität, Zusammenarbeit und Wohlbefinden durch flexible Arbeitsplatzwahl zu steigern. Es erfordert oft eine Clean-Desk-Policy und ergänzende Technologie.

Wie löst das Zonenkonzept die Nachteile des klassischen Großraumbüros?

Die Transformation des Großraumbüros zum agilen Arbeitsraum basiert auf dem Prinzip des Activity Based Working (ABW). Es geht nicht mehr darum, wo man sitzt, sondern was man tut. Die Bürogestaltung wird in unterschiedliche Zonen unterteilt, die jeweils auf eine spezifische Aktivität zugeschnitten sind:

Tipp:

Starten Sie mit einem "Multispace Lab". Konvertieren Sie eine kleine, ungenutzte Fläche in ein Pilotprojekt mit allen vier Zonen. Nutzen Sie visuelle Signale wie rote Leuchten an Einzelarbeitsplätzen, um Kollegen sofort zu signalisieren: "Bitte nicht stören.”

Durch diese differenzierte Großraumbüro Gestaltung wird jedem Mitarbeiter zur richtigen Zeit der passende Arbeitsort geboten. Die früher gefürchtete offene Fläche wird so zur vielfältigen Multispace-Umgebung.

Entwickeln Sie mit uns Ihre Roadmap vom Großraumbüro zum agilen Arbeitsraum.

Der Raum als psychologisches Werkzeug: Großraumbüro einrichten mit Weitsicht

Wie beeinflusst die Bürogestaltung Motivation und Wohlbefinden?

Eine professionelle Bürogestaltung geht über reine Funktionalität hinaus. Sie nutzt die Prinzipien der Raumpsychologie, um das Verhalten positiv zu steuern:

  • Autonomie und Kontrolle: Die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Zonen wählen zu können, gibt Mitarbeitern das Gefühl von Kontrolle über ihre Arbeitsplatzgestaltung – ein entscheidender Faktor für die Motivation.
  • Farb-, Licht- und Akustikpsychologie: Akustische Optimierung ist das A und O. Durch gezielten Einsatz von absorbierenden Materialien und verstellbaren Lichtfarben (Smart Lighting, Bürogestaltung) kann die Konzentration am Arbeitsplatz verbessert und die Ermüdung reduziert werden.
  • Biophilic Design: Die Integration von Naturelementen, Pflanzen und natürlichem Licht wirkt Stress entgegen und fördert die mentale Gesundheit.

Tipp:

Verwenden Sie in Fokuszonen Smart Lighting, das die Farbtemperatur dem Tagesverlauf anpasst (Biorythmus-Licht). Ergänzen Sie die Akustik-Elemente durch gezieltes Sound-Masking (leises, weißes Rauschen), um Gespräche an Nachbartischen weniger als störende Sprache, sondern als Hintergrundrauschen wahrnehmen zu lassen.

Büroform entwickelt ein modernes Bürokonzept und hat eine moderne Büroeinrichtung für den Evangelischen Oberkirchenrat in Stuttgart erschaffen

Technologie & Prozesse: Das Smart Office als Enabler für Agiles Arbeiten

Welche Rolle spielen Technologie und Sensorik in der effizienten Raumnutzung?

Das Future Office ist untrennbar mit Technologie verbunden. Erst der Einsatz von Sensoren und digitalen Tools ermöglichen die volle Flexibilität und damit agiles Arbeiten:

  • Adaptive Planung durch Sensorik: Intelligente Sensoren erfassen die tatsächliche Auslastung der Zonen. Diese Daten liefern die Basis, um die Arbeitsplatzgestaltung kontinuierlich zu optimieren und Engpässe zu vermeiden.

  • Digitale Buchungssysteme: Tools für das Desk Sharing ermöglichen es Mitarbeitern, einfach den passenden Arbeitsplatz zu finden und zu buchen. Das gewährleistet eine effiziente Nutzung der Fläche und sorgt für Transparenz.

  • Phygital Office: Die nahtlose Verbindung zwischen dem physischen Raum (Smart Boards, Konferenztechnik) und der digitalen Welt (Kollaborationstools) ist essenziell für hybrides Arbeiten.

Tipp:

Überprüfen Sie mittels Sensoren, wie oft große Meetingräume nur von 2 bis 3 Personen genutzt werden. 

Bieten Sie eine App an, mit der Mitarbeiter sehen, wo sich ihre Teamkollegen eingebucht haben ("Find-my-Colleague-Feature"). Das reduziert die Suchzeit und fördert die spontane Zusammenarbeit im hybriden Arbeiten.

Starten Sie jetzt mit uns Ihre Transformation vom klassischen Großraumbüro zum Future Office.

Fazit: Das Büro der Zukunft ist flexibel, menschlich und vernetzt

Das Großraumbüro von heute verschwindet nicht – es entwickelt sich weiter. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, die Bürogestaltung ganzheitlich zu betrachten:

1. Analyse: Verstehen Sie die tatsächlichen Bedürfnisse Ihrer agilen Teams.
2. Konzept: Implementieren Sie das Zonenmodell des Activity Based Working.
3. Technologie: Nutzen Sie Smart Office Lösungen, um agiles Arbeiten zu ermöglichen.
4. Kultur: Verankern Sie Vertrauen und Autonomie in Ihrer Unternehmenskultur.

Tipp:

Starten Sie die Transformation nicht auf der ganzen Fläche, sondern mit einem "Start Small, Learn Fast"-Ansatz in einer Pilot-Abteilung oder einem einzelnen Stockwerk.

Das Future Office ist ein strategisches Asset, das die Produktivität steigert, Ihre Arbeitgeberattraktivität erhöht und Ihre Organisation fit für New Work macht.

Ist Ihr Großraumbüro bereit für die Zukunft? Gerne analysieren wir Ihre aktuelle Arbeitsplatzgestaltung und entwickeln einen maßgeschneiderten 5-Schritte-Plan für Ihren agilen Arbeitsraum.

Starten Sie Ihre Transformation noch heute! Buchen Sie Ihr kostenloses Strategiegespräch und erfahren Sie, wie unsere Experten Ihr Großraumbüro in ein produktives Future Office verwandeln.

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